Pfarrkirche Mariä Geburt

Hofkirchen

Dachstuhl- und Fassadensanierung

Bauherr / Maßnahmenträger
Kath. Kirchenstiftung Mariä Geburt Hofkirchen
Zeitraum 2023-2026
LEISTUNGSPHASEN LPH 1-9

Dach- und Fassadensanierung

Pfarrkirche
Mariä Geburt

BLfD Beschreibung:

"Kath. Pfarrkirche Mariä Geburt, Saalbau mit angefügter Sakristei und Spindelhelmturm, Langhaus im Kern spätgotisch, von Hans Kogler 1698 wesentlich neu gebaut, Verlängerung des Langhauses 1908; mit Ausstattung."

Geplante Maßnahmen:

Aufgrund des inzwischen erheblichen Schadensbildes soll die Kirche Maria Geburt instandgesetzt werden. Die Instandsetzungsarbeiten bestehen aus der Sanierung aller Dachstühle einschließlich Turm und der Turmebenen. Des Weiteren sollen die Fassaden von Kirchenschiff, Sakristei und Turm renoviert werden. Um Aussagen über die Konstruktionen, Schadensursachen und Instandsetzungskonzepte formulieren sowie Kosten ermitteln zu können wurde die Voruntersuchung unter Beteiligung weiterer Fachdisziplinen, wie Vermessung, Tragwerksplanung, Bauphysik, Holzschadensgutachter, Gutachter für gesundheitsgefährdende Stoffe sowie die Herstellung von Fundamentschürfen unter archäologisch fachkundiger Begleitung von der Kirchenstiftung beauftragt.

Im Vordergrund der Sanierung steht die Instandsetzung des Kirchendachstuhls. Durch die teilweise schon lange bestehenden Fäulnisschäden sind deutliche Verformungen und damit einhergehende Lastumlagerungen im Dachstuhl entstanden. In der Folge ging der konstruktive Kraftschluß an vielen Stellen verloren und es kam zu Klaffungen, Verdrehungen und Ausriß von Holzverbindungen. Die Dachlattung ist an vielen Nagelstellen abgerostet und nicht mehr tragfähig. Für den Dachstuhl ist eine zimmermannsmäßige Instandsetzung, im wesentlichen durch Rückschnitt und Anschuhen neuer Hölzer mit ingenieurmäßigen Verbindungsmitteln vorgesehen. Das Dach wird neu eingelattet und eingedeckt. Die Blechteile an anschließende Bauteile werden dabei erneuert. Ob im Zuge der Dachhauterneuerung auch eine Dachschalung als zweite wasserführende Ebene ausgeführt wird, ist noch mit der Denkmalpflege abzustimmen. Die Fassaden sind in stark abgewittertem Zustand. Es bestehen weitreichende Schäden durch Feuchte in Verbindung mit bauschädlichen Salzen. Teilweise entstand durch unsachgemäße Reparaturen mit zementhaltigen Mörteln eine Schadensverlagerung in höhere Fassadenzonen. Die Fassaden werden vollständig gereinigt, nicht mehr ausreichend tragfähige Putzschichten müssen entfernt werden. Für die Fassadensanierung werden Werktrockenmörtel auf Kalkbasis, in den Sockelbereichen ein salzresisteter Funktionsputz (Feuchtergulierungsputz) vorgeschlagen.

Maẞnahmen

  • Dachsanierung
  • Fassadensanierung
  • Schadenskartierung
  • Fotodokumentation
  • Bauüberwachung