Kath. Filialkirche Heilig Kreuz

Obermarchenbach

Dachstuhl- und Fassadensanierung

Bauherr / Maßnahmenträger
Erzbischöfliches Ordinariat München
Zeitraum 2020-2024
LEISTUNGSPHASEN LPH 2-9

Sanierung Dachstuhl und Fassaden

Kirche Heilig Kreuz
Obermarchenbach

Die Marktkirche St. Veit in Dorfen ist eine spätgotische, denkmalgeschützte Saalkirche aus dem Jahr 1390. Der Kirchenbau mit eingezogenem Chor und westlich angefügtem Turm prägt den historischen Marktplatz der Stadt.

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme wurden der Dachstuhl des Langhauses sowie das Turmdach umfassend instandgesetzt. Die teilweise stark geschädigten Zerrbalken des Kirchenraums, welche gleichzeitig die innen sichtbare Flachdecke tragen, wurden saniert. Hierfür mussten Teilbereiche der Kirchendecke geöffnet werden. Zudem erfolgte die Erneuerung der Dacheindeckung. Rinnen und Fallrohre konnten teilweise erhalten und wiederverwendet werden.

Die holzschindelgedeckte Turmzwiebel wurde aufgrund erheblicher Witterungs- und Spechtschäden neu eingedeckt. Darüber hinaus wurden zimmermannsmäßige Reparaturen an den tragenden Holzteilen durchgeführt und die Turmfassaden putz- und anstrichtechnisch überarbeitet. Im Zuge der Arbeiten wurden auch die Zieraufsätze am Westgiebel und über dem Chorraum neu vergoldet.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Restaurierung und Neufassung der Fassaden und des Kircheninnenraums. Die Farbgestaltung erfolgte auf Grundlage restauratorischer Befunde und in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden. Sämtliche Außenputzflächen wurden mit Unikristalat beschichtet.

Neben der denkmalgerechten Instandsetzung wurden auch funktionale Verbesserungen umgesetzt. Hierzu zählen der Einbau einer neuen Empore, der Austausch des Bodenbelags im Chor, die Erneuerung der Heizungsanlage, die Restaurierung der Wandoberflächen und der Ausstattung sowie die liturgische Neuausstattung. Durch den Umbau eines bestehenden zweiflügeligen Eingangs zu einem barrierearmen Portal mit automatischem Türschließer wurde die Zugänglichkeit der Kirche verbessert.

Im Innenraum und auf dem Friedhof wurde zudem die Elektroinstallation erneuert. Die Kirche erhielt neue Pendelleuchten im Bereich der Bänke sowie neue Außenleuchten.

Die Planung und Ausführung erfolgten in enger Abstimmung mit dem Erzbischöflichen Ordinariat München, dem Bau- und Kunstreferat sowie dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Besondere Herausforderungen ergaben sich aus der Lage am historischen Marktplatz mit laufendem Verkehr und uneingeschränkter Nutzung des öffentlichen Raums während der Bauzeit. 

Maẞnahmen

  • Denkmalgerechte Instandsetzung
  • Dach- und Turmsanierung
  • Fassadeninstandsetzung
  • Restaurierung von Oberflächen und Ausstattung
  • Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung
  • Liturgische Neugestaltung
  • Barrierefreie Erschließung